Kinderyoga
für starke Kinder


Herzlich Willkommen,

schön, dass du dich für Kinderyoga interessierst.

Auf den folgenden Seiten, möchte ich Dir einen Eindruck darüber vermitteln, was es heißt, mit Kindern Yoga zu praktizieren und welche positiven Auswirkungen die regelmäßige Praxis auf das körperliche und seelische Wohlbefinden haben kann.

Ich biete Kurse für Kinder und Jugendliche zwischen 4 bis 15 Jahren an. Wenn du Fragen rund um das Thema Kinderyoga hast, dann schreibe bitte jederzeit eine Nachricht - ich freue mich, von Dir zu hören.

Namasté,

Petra Dölker






Aufgrund der Ausbreitung des Corona Virus, finden derzeit leider keine Kurse statt.


Ich freue mich, wenn du solange meine Blog-Seite www.gemeinsam-stark-blog.de besuchst.

Ich wünsche Dir bereits jetzt, viel Freude beim Lesen meiner Beiträge.

Ich sende Dir viel Gesundheit und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen.




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18.12.2019

Blog: Warum Achtsamkeit für Kinder so wichtig ist

#Blog von Petra Dölker

Das Thema Achtsamkeit scheint derzeit in aller Munde zu sein. Doch was bedeutet Achtsamkeit?

Aus welchem Grund, ist Achtsamkeit für unser Leben so bereichernd und wie kann sie Kinder darin unterstützen, sich zu empathischen Persönlichkeiten zu entwickeln?

Unser Alltag ist oft geprägt von vielfältigen Reizen, Termindruck und belastenden Stress-Situationen.
Wir sind heute aufgrund der Vielfältigkeit und Schnelligkeit unseres Lebens, zahlreichen Eindrücken ausgesetzt, die wir oft nicht richtig wahrnehmen und verarbeiten können.
Die Fähigkeit zum Multitasking scheint mittlerweile Voraussetzung zu sein, um im täglichen Geschehen bestehen zu können. Unsere To-Do Liste, nimmt kein Ende und durch Smartphones sind wir immer, überall und zu jederzeit erreichbar. Doch nicht nur in der digitalen Welt, sind wir mit zahlreichen Reizen konfrontiert. Menschen hetzen von einem Termin zum Nächsten, von überall beschallen uns Geräusche und wir werden mit zahlreichen Informationen konfrontiert. Die Folge dieser Überflutung von Reizen ist, das wir nur noch sehr selektiert wahrnehmen, was um uns herum passiert und uns zudem, nur noch mit Mühe auf das Wesentliche konzentrieren können. Wir funktionieren oft nur noch und verlieren das Gefühl dafür, was um uns herum passiert und was uns als Mensch gut tut.

Genau an dieser Stelle setzt Achtsamkeit an.
Achtsamkeit bedeutet, einen Moment bewusst wahrzunehmen. Es handelt sich hierbei, also um eine ganz besondere Form der Aufmerksamkeit, sich selbst gegenüber.
Achtsamkeit findet immer im „Hier und Jetzt“ statt. Eine Situation wahrzunehmen, wie sie sich genau in diesem Moment zeigt. Ein wesentlicher Punkt hierbei ist, die Situation als aufmerksamer Beobachter zu betrachten, ohne sie zu bewerten. Was höre ich? Was sehe ich? Was fühle ich?
Das ist natürlich leichter gesagt, als getan. Denn oft haben sich in unser tägliches Handeln Verhaltensmuster eingeschlichen, die uns nicht „bewusst“ sind und es uns schwer machen, im Moment zu sein.
Der Fernseher läuft , aber wir schauen nicht richtig hin, denn gleichzeitig überprüfen wir auf dem Handy noch schnell, was bei Facebook los ist, während ein anderer Mensch noch zu uns spricht. Mehrere Dinge passieren gleichzeitig und das führt dazu, dass wir verlernen, uns auf eine Sache zu fokussieren. Wir sind es oft gewohnt, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen, anstatt Schritt für Schritt zu handeln. Eine erste wichtige Erkenntnis für ein achtsames Leben, besteht darin sich solcher Dynamiken, wieder bewusst zu sein. Beobachte dich selbst und dein Handeln.
Genau diese „Bewusstmachung“ hilft uns dabei, alte Strukturen zu erkennen und mit ihnen umzugehen. Achtsamkeit bedeutet, sich im Alltag eine Pause zu schenken. Einen Moment inne zu halten und den Moment auf sich wirken zu lassen.
Was fühlst du in diesem Moment? Was nimmst du wahr? Was sagt dir dein Körper?

Doch wann genau kann man Achtsamkeit für sich anwenden? Die Antwort ist relativ einfach:
Immer, denn jede Lebenslage die bewusst wahrgenommen wird, ist Achtsamkeit:
• Wenn du dich in einer Stress-Situation befindest, wird die Atmung flacher und schneller. Achte das nächste Mal darauf, wie sich dein Atmen anfühlt und atme eine paar Mal ganz bewusst ein und aus. Dein Körper wird sich beruhigen und wieder entspannen.
• Wenn du das nächste Mal spazieren gehst, achte einmal bewusst auf deine Umgebung. Rieche an einer Blume, wie duftet sie? Welche Form hat die Wolke am Himmel? Wie fühlt sich die Luft auf deiner Haut an?
• Wenn du das nächste Mal etwas isst, dann achte einmal bewusst auf den Geschmack. Welche Gewürze kannst du schmecken? Wie ist die Konsistenz des Essens?

Achtsam zu sein, ermöglicht uns eine Pause und einen Moment der Ruhe. Kleine Ruheoasen sind wichtig, um wieder entspannen zu können, Stress zu reduzieren und neue Kraft zu schöpfen. Wir sollten lernen zu spüren, wann wir diese Pause benötigen. Desto achtsamer wir mit uns und unserem Körper umgehen, desto sensibler werden wir für unsere eigenen Bedürfnisse.

Kinder sind wahre Achtsamkeits-Meister. Beobachten wir spielende Kinder, wird dies sehr schnell sichtbar und deutlich. Kinder sind immer im „Hier und Jetzt“. Desto jünger Kinder sind, desto intensiver erkunden sie sich und ihre Umgebung. Für ein Kind scheint es selbstverständlich zu sein, dass es weiß, wie viele Punkte der Marienkäfer hat, der gerade vorbei geflogen ist. Hast du als Erwachsener den Marienkäfer auch gesehen?
Vom Himmel fällt eine einzelne Schneeflocke. Kinder haben diese Flocke oft schon längst entdeckt, bevor wir als Erwachsener sie überhaupt wahrnehmen. Kinder haben einen Blick für das Besondere und die Gabe, auch die Schönheit der „kleinen Dinge des Lebens“ zu erkennen.

Kinder sind neugierig und erleben mit all ihren Sinnen. Stundenlang können sich Kinder mit einem Stein beschäftigen. Ein Stein ist nicht nur einfach ein Stein, es ist ein Gegenstand mit vielfältigen Möglichkeiten. Kinder betrachten den Stein von allen Seiten, erfühlen ihn mit ihren Händen, betrachten ihn aus verschiedenen Perspektiven und entwickeln immer neue Ideen, was man mit diesem Stein alles machen kann. Es ist zutiefst faszinierend, mit welcher Hingabe Kinder das Leben erkunden. Das Kind lässt sich intensiv auf eine Situation ein und oft vergessen Kinder alles um sich herum, denn in diesem Moment ist nur dieser „Stein“ wichtig.
Wir wünschen unseren Kindern, eine Kindheit voller Freude. Doch auch das Leben von Kindern ist heutzutage oft geprägt von herausfordernden Situationen. Die Reize, die auf uns Erwachsene einströmen, erleben auch Kinder. In Kitas und Schulen erfahren sie wunderbare Anreize, die ihr Leben bereichern, sie erleben aber auch oft eine hohe Lautstärke. Viele Kinder haben einen vollen Terminkalender und erfahren bereits in den ersten Schuljahren, was Leistungsdruck bedeutet.
Wir können Kinder nicht vor hektischen Zeiten, Belastungen und alltäglichen Herausforderungen beschützen. Und das wäre auch nicht gut, denn es ist ein Teil unseres Lebens. Aber wir sollten Kinder darin bestärken, dass sie ihre Neugierde und Offenheit nicht verlieren. Unsere Aufgabe als Erwachsener ist es, Kinder auf ihrem Entwicklungsweg zu begleiten und ihnen zu zeigen, dass sie als Mensch mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen wichtig sind. Von daher lasse dir von Kindern die Welt zeigen und begegne ihnen dabei auf Augenhöhe. Nehme Kinder ernst in dem was sie tun, höre zu, was sie dir erzählen.

Letztendlich können und sollten wir von Kindern lernen. Sie erinnern uns daran, was es bedeutet, sich ganzheitlich mit etwas auseinanderzusetzen. Es mit allen Sinnen zu erfahren und im jetzigen Moment zu sein.
Ein Mensch, der sich selbst gut kennt und wahrnimmt, kann nicht nur seine eigenen Bedürfnisse erkennen, sondern auch empathisch gegenüber anderen Menschen handeln.


“Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.”
Pearl S. Buck


Textrechte: Petra Dölker



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